........sich mal belesen und wirken lassen :-)

Oftmals begegnen uns Situationen in unserem Leben, die eine Vielfalt 
verschiedenster Emotionen in uns auslösen. Manchmal ist es schwer, 
diesen Wust zu entwirren. Es gibt eine Methode von vielen, die ich in 
letzter Zeit häufiger benutze und die mir sehr geholfen hat, an die 
Wurzel meiner Emotionen zu gelangen und gleichzeitig in kürzester Zeit 
inneren Frieden zu finden, sowohl was mich betrifft, als auch was 
meinen Gegenüber betrifft, wenn eine andere Person involviert ist.


Resonanz ist der erste Schritt zur Selbsterkenntnis und Heilung

Es handelt sich um einen hawaiianisch-schamanische Heilungsansatz 
namens HO`OPONOPONO, der davon ausgeht, dass wir ALLES, was sich in 
unserem Leben manifestiert hat, ob es unsere Beziehungen, unsere 
verzerrte Wahrnehmung, unsere äußeren Lebensumständen, unsere Arbeits- 
und Wohnsituation, unsere familiären Strukturen betrifft, NUR in uns 
selbst geheilt werden kann. Diesem Ansatz liegt die Annahme zugrunde, 
das alles EINS ist. Daher lassen sich sämtliche Probleme im Außen 
dadurch ändern, dass du die Resonanz in dir, die dazu besteht auflöst. 
Diese Resonanz ist meiner Meinung auch immer nur dann vorhanden, wenn 
mir eine bestimmte Situation im Außen etwas spiegelt, wenn sie mir 
etwas zeigen möchte, was ich bisher in Bezug auf mein Selbst nicht 
erkannt oder vehement verdrängt habe.


Der Hintergrund

Das überaus beeindruckende an dieser Heilmethode ist ihre Geschichte. 
Ein gewisser hawaiianischer Therapeut namens Dr. Ihaleakala Hew Len hat 
mit Hilfe dieser Methode die am Geiste erkrankten Insassen einer 
Station in einer geschlossenen Psychiatrie dadurch geheilt, dass er die 
Krankenakten der Betroffenen studiert hat und dann geschaut hat, wie 
sein Inneres in Resonanz mit dem dort Beschriebenen geht. In den 
dadurch ausgelösten inneren Prozessen hat er sich durch Selbstannahme 
und -liebe mit den Dingen in sich auseinandergesetzt, die in ihm 
angestoßen wurden und diese Aspekte Stück für Stück geheilt. Die 
Patienten hat er nicht ein einziges Mal gesehen. Durch die Heilung in 
seinem Inneren verbesserte sich der Zustand der Patienten stetig, so 
dass einige ohne Medikamente leben konnten, andere konnten wieder 
arbeiten und viele entlassen werden. Die Station wurde geschlossen.


Die volle Verantwortung übernehmen

Faszinierend bis unglaublich. Und doch, wenn wir davon ausgehen, dass 
alles eins ist, dass selbst der Flügelschlag eines Schmetterling 
universelle Auswirkungen haben kann, ist diese Geschichte nicht länger 
ein Märchen. Wie bei sovielen Lernprozessen geht es auch hier darum, 
die Verantwortung für alles, was in und um uns geschieht, nicht länger 
auf andere abzuwälzen. Diese volle Verantwortung dort zu suchen, wo sie 
ist, bei uns! Und dabei noch einen Schritt weiter zu gehen: Nicht nur 
die Verantwortung für unser Handeln und Sein zu übernehmen, sondern zu 
akzeptieren, das es auch immer etwas mit uns zu tun hat, was andere 
sagen oder tun - solange wir die noch so leiseste Resonanz dazu in uns 
verspüren. Das ist das Ende aller Projektionen, weil sie keinen Sinn 
mehr machen. In dem Moment, wo wir anerkennen, dass alles in unserem 
Leben etwas mit uns und unserem Inneren zu tun hat, erleben wir eine 
unglaubliche Freiheit. Weil wir mit einmal nicht mehr Opfer der 
Umstände sind, sondern ihr Kreateur. Und das aus gutem Grund: Wir 
möchten uns selbst erkennen und haben so die Möglichkeit, all die Dinge 
in uns zu heilen und zu lieben, die solange im dunklen Kämmerlein 
eingeschlossen waren. Und in diesem Augenblick wird sich, wie durch 
Magie, auch das Äußere verändern - all die Umstände, die wir solange 
durch Projektion und Schuldzuweisungen bekämpft haben, lösen sich so, 
Stück für Stück, durch Liebe und Annahme in uns.


Ich habe in letzter Zeit in so eindringlichem Maß erlebt, wie sich mein 
Außen, beispielsweise das Verhalten meiner zweijährigen Tochter von 
einem Augenblick zum Nächsten komplett gedreht hat, in dem Moment, in 
dem ich eine bestimmte Seite, ein Gefühl, eine Emotion in mir liebevoll 
angenommen habe. Das Gleiche erlebe ich gerade auf der Beziehungsebene 
auch. In dem Augenblick, in dem ich ein tiefes Kindheitstraume in mir 
endlich begonnen habe, anzusehen, anzufühlen, anzunehmen veränderte 
sich meine Beziehung auf so vielfältige Weise wie von selbst, dass ich 
es selbst kaum glauben kann.

Und nun schließt sich der Kreis wieder. Es gibt viele Möglichkeiten, 
diesen inneren Prozessen Raum zu geben. Ho`oponopono ist eine davon. 
Das schöne an dieser Methode ist ihre Einfachheit und ihre absolut 
lineare Wirksamkeit. Ich habe mehrere Male erlebt, dass sich ihre 
Auswirkungen eins zu eins einstellten, auch wenn ich ein und dasselbe 
Thema mehrere Male bearbeiten muss und es immer wieder in den 
verschiedensten Situationen an mich heran getragen wird.

Ho`oponopono bedeutet soviel wie "Weg der Vollkommenheit" (Ho`o 
bedeutet "etwas zu tun", "etwas auslösen", pono bedeutet "gerade", 
"aufrecht", "ausgleichen", ponopono bedeutet "Vollkommenheit").

Und so ist diese Methode ein Weg der Selbstannahme, der Vergebung und 
der Selbstliebe. Sie ermöglicht tiefe Erkenntnisse unseres Inneren und 
gleichzeitige Auflösung durch Gesehen und Geliebt werden dieser 
Emotionen und Traumatas in uns. Dies verändert oft ziemlich schnell 
eine bedrückende Lebenssituation.

Wann immer dir solch eine Situation begegnet, die in dir negative 
Emotionen auslöst, kannst du sie mit den folgenden vier Schritten 
ausleuchten:

Es tut mir leid.

Ich danke Dir /Mir.

Ich liebe Dich/Mich.

Ich verzeihe Dir/Mir.

Ich habe mich in die Stille begeben und diese Sätze entweder in meinem 
Inneren oder schrifltich auf die jeweilige Situation bezogen erweitert. 
Es tut mir leid, dass.....Ich danke mir für.....Ich liebe mich 
für....Ich verzeihe mir, dass....

Diese Möglichkeit, eine Situation zu bearbeiten, hat mir oft Emotionen 
und Sichtweisen offenbart, die ich ohne diese einfache Methode nicht 
hätte erkannt und durchlebt. Genauso wie du diese Methode in der 
Stille, mit dir allein anwerden kannst, kannst du sie auch mit deinem 
Partner, deinem Kind oder irgendeiner anderen Person gemeinsam 
durchführen, um sich gegenseitig sein Innerstes zu öffnen und Dinge 
anzuschauen und zusammen gehen lassen zu können.

Aus meinen Erlebnissen mit Ho`oponopono kann ich sagen, dass sich die 
jeweilige Situation im Äußeren jedes Mal verändert hat, nachdem ich 
mich auf diese Weise mit der zugrundeliegenden Problematik 
auseinandergesetzt habe. Manchmal bin ich die vier Schritte nur ganz 
kurz in mir durchgegangen, und ich konnte sofort meinen Film, auf dem 
ich mich festgefahren hatte, loslassen und mir selbst und/ oder meinem 
Gegenüber mit mehr Liebe begegnen.

Ich weiß, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, sich mit 
seinen Emotionen und Verhaltensmustern auseinanderzusetzen. Und doch 
hat mir diese aufgrund ihrer Einfachheit und Klarheit sehr geholfen.

Verfasst von Jasmin am Mi, 25/04/2012 - 12:29

Licht und Liebe    

Ilona Giebfried


powered by Beepworld